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Berlin und sein Umland bieten dem Ruderer ideale Möglichkeiten für Wanderruderfahrten: Ein idealer Ausgangspunkt ist hierfür
der Südwesten Berlins. Auch der Schülerruderverband Wannsee
liegt dort - am Kleinen Wannsee. Auf der Havel gelangt man nordwärts
nach Spandau, Tegel und in die Berliner Innenstadt, in der anderen Richtung verläßt man schon nach wenigen Kilometern Berlin und erreicht Potsdam und die dahinter
liegnden Seen. Über den Teltowkanal gelangt man Richtung Osten nach Grünau zum Müggelsee.
Von den unzähligen Möglichkeiten für Wanderruderfahrten haben wir einige lohnenswerte ausgewählt und stellen diese hier vor.
Ausgangspunkt für alle Fahrten ist das Bootshaus des SRVW am Kleinen Wannsee.
Berliner Innenstadt (Zweitagesrundtour, 67 Km)
Berlin - Ketzin - Plaue (Zweitagestour, 73 Km)
Werder Umfahrt (Tagesrundtour, 51 Km)
Tegeler See (Tagestour, 48 Km)
Caputh (Tagestour, 38 Km)
Krampnitz (Halbtagestour, 30 Km)
Klein-Venedig (Halbtagestour, 27 Km)
Hermannswerder Umfahrt/Potsdam (Halbtagestour, 26 Km)
Kleine Umfahrt (Spaziertour, 16 Km)
Berliner Innenstadt (Zweitagesrundtour, 67 Km)
siehe auch Fahrtenbeschreibung Ruderfahrt Berliner Innenstadt - Grünau mit Reichstag vom 30.7. bis 1.8.98
Berliner Sightseeing Tour - über die Havel und die Spree zum Landwehrkanal, der direkt durch die Berliner Innenstadt führt,
dann durch einen weiteren Kanal zum Etappenziel, der RG Wiking, und am nächsten Tag durch den
Teltowkanal zurück. Die Tour führ durch insgesamt vier Schleusen und - wenn erwünscht - durch
einige kleine Gräben (Paddelhaken mitnehmen!).
1. Tag: SRVW - Havel
- Spree - Landwehrkanal - Neuköllner-Schiffahrts-Kanal - RG Wiking: 37 Km
2. Tag: RG Wiking - Teltowkanal - 'Kleine Seen' - SRVW: 30 Km
Diese Tour kann natürlich auch an einem Tag gerudert werden. Einmal jährlich (Ende Oktober) gibt
es eine Sternfahrt zur RG Wiking, an der alle Berliner Ruderclubs teilnehmen.
1. Tag:Vom Kleinen Wannsee aus rudert man durch die Wannseebrücke
auf den Großen Wannsee und folgt der
Havel vorbei an den Dampferanlegestellen und dem Strandbad Wannsee nordwärts. Die Insel Schwanenwerder
passiert man an der Uferseite - dort befindet sich eine kleine Brücke, die die Insel mit dem Festland
verbindet, das 'Nadelöhr', das mit Schwung und 'Skull lang' durchquert wird. Hinter dem Nadelöhr rudert
man am rechten Ufer weiter in Richtung Grunewaldturm, vorbei an der Insel Lindwerder bis zu der
Landzunge Schildhorn. Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten: Entweder rudert man den kürzeren und einfacheren
Weg über den Pichelssee, oder man hält sich rechts und gelangt über den Stößensee zu den Gräben
von Klein-Venedig, durch die man den Südhafen und somit wieder die Havel erreichen kann
(s. auch 'Tour Klein-Venedig') (2 Km mehr).
Der Havel folgt man nun durch die Spandauer Hafengegend, vorbei am Rathaus Spandau bis zu dem Abzweig
der Spree. Von hier aus kann man bereits das Kraftwerk Reuter an der Spree liegen sehen. Man folgt
nun der Spree durch das Industriegebiet und erreicht schließlich die Charlottenburger Schleuse (Km 20,5).
An dieser Schleuse muß man teilweise etwas länger warten, bis man mitgeschleust wird. Hinter der Schleuse
folgt man der Spree rechts und rudert am Schloß Charlottenburg vorbei bis zum nächsten Abzweig, wo man
sich wieder rechts hält sich nun auf dem Landwehrkanal befindet, einem sehr schönen, kaum befahrenen (einige
Dampfer, wenige Sportboote) Kanal, der direkt durch die Berliner Wohngebiete in Tiergarten und Kreuzberg führt und
von vielen Brücken überspannt wird (Berlin hat mehr Brücken als Venedig!). Hinter der Charlottenburger
Brücke hält man sich an einer kleinen Insel rechts und erreicht die Tiergartenschleuse (Unterschleuse)(Km 24,5).
Hinter der Tiergartenschleuse bietet sich erstmals seit Schildhorn bzw. Stößensee eine schöne Möglichkeit
zum Anlegen an einer Wiese, direkt gegenüber vom Berliner Zoologischen Garten. Jetzt rudert man weiter
den Landwehrkanal durch die Wohngebiete in Tiergarten und kommt schließlich an der Baustelle am
Potsdamer Platz, der größten Baustelle der Welt, vorbei und erreicht nun den Bezirk Kreuzberg. Hier
rudert man eine zeitlang direkt an der U-Bahn (Hochbahn) entlang und erreicht nach einigen Kilometern
den Neuköllner Schiffahrtskanal, der nach rechts abzweigt. Kurz vor Ende dieses Kanals befindet sich
die Neuköllner Schleuse (Km 36,5), die einzige Schleuse, an der für das Schleusen eines Ruderboots
DM 3,- bezahlt werden muß. Direkt am Ende des Kanals befindet sich auf der linken Seite das Etappenziel,
die RG Wiking (Km 37).
2. Tag:Von der RG Wiking ausgehend rudert man am zweiten Tag rechts durch den wenig interessanten Telwowkanal,
dem man fast die ganze Zeit folgt, vorbei an einigen kleinen Häfen (Hafen Tempelhof, Mariendorf, Steglitz
und Lichterfelde). Zum Anlegen gibt es hier erst am Machnower See (Km 21,5) eine Möglichkeit.
Direkt hinter dem See befindet sich die Machnower Schleuse, die schönste der vier Schleusen, bei der man
um mehrere Meter abgelassen wird. Nach weiteren 4,5 Km erreicht man den Griebnitzsee, wo man den
Teltowkanal verläßt und rechts über einen kleinen Kanal den Stölpchensee, über einen weiteren Kanal
den Pohlesee und schließlich den Kleinen Wannsee erreicht, an dessen Ende sich der Ausgangspunkt befindet.
Berlin - Ketzin - Plaue (Zweitagestour, 73 Km)
Siehe auch Fahrtenbeschreibung Ruderfahrt Berlin - Plaue - Berlin vom September 1997.
Landschaftlich sehr interessante Tour über die Havel und viele Seen nach Plaue
mit Übernachtungen in Bootshäusern. Da die Tour auch durch zwei Gräben und durch eine Schleuse führt,
werden Paddelhaken benötigt.
1. Tag: SRVW - Potsdam - Caputh - Werder -
Ketzin: 38 Km
2. Tag: Ketzin - Brandenburg - Plaue: 35 Km
1. Tag: Vom Kleinen Wannsee aus rudert man über den Pohlesee, den Stölpchensee
und den Griebnitzsee bis zur Glienicker Lake,
wo man links das Schloß Babelsberg und rechts die Glienicker Brücke liegen
sieht. Hier hält man sich links und rudert über den Tiefen See nach Potsdam. In Potsdam rudert man
Alte Fahrt um die Freundschaftsinsel herum und erreicht hinter der Langen Brücke die Insel Herrmannswerder, an der
man links vorbeirudert. Am Ende einer Bucht erreicht man die Einfahrt zum Judengraben, der anfangs sehr schmal
ist, später aber etwas breiter wird (alternativ kann man auch rechts an Herrmannswerder vorbei rudern).
Hinter dem Graben erreicht man den Templiner See. Durch die Eisenbahnbrücke
am Bahndamm gelangt man auf den hinteren Teil des Sees, an dessen Ende sich die Ortschaft Caputh
befindet. Kurz vor Caputh zweigt man aber durch eine weitere Eisenbahnbrücke auf den Petzinsee ab, an dessen Ende
man durch den Wentowgraben auf den Schwielowsee gelangt (Alternative: durch Caputh und das
Caputher Gemünde auf den Schwielowsee). Hier hält man sich rechts und folgt
der Havel durch die
Baumgartenbrücke stromabwärts, vorbei an der Ortschaft Geltow bis man den auf einer Insel gelegenen
Ort Werder (Km 23) erreicht. An dem Ostufer der Insel befindet sich ein Ruderclub, an dem man anlegen kann,
um eine Mittagspause zu machen. Nach Werder gelangt man durch eine weitere Brücke auf den Großen Zernsee, wo man sich links
hält und der Havel über den Kleinen Zernsee nach Ketzin folgt. Hier rudert man an einer Seilfähre vorbei und
hält sich dann immer am rechten Ufer, vorbei an einigen Inseln (u.a. einer namens Werder), bis man schließlich
das Etappenziel, den Seesportclub Ketzin, erreicht (Km 38).
2. Tag: Von Ketzin aus rudert man zuerst einige Meter links, um an der
Insel, die direkt vor dem Seesportclub Ketzin liegt, vorbeizukommen. Wieder auf der
Hauptwasserstraße hält man sich rechts und folgt immer den Markierungen und Bojen die Havel entlang. Hinter Ketzin
überquert man den Trebelsee und rudert nun die Havel flußabwärts, vorbei an vielen kleinen
Inseln auf beiden Seiten durch eine herrliche Landschaft. Bei UHW Km 52 erreicht man die Ortschaft Klein Kreutz. Hier kann man
rechts in einen Seitenarm rudern, um dort für eine Mittagspause anzulegen (Km 16). Bei UHW Km 54 folgt man
dem Schild 'Sportbootschleuse' nach links vorbei an der Insel Mittelbruch und erreicht so Brandenburg,
wo man durch den Brandenburger Stadtkanal schließlich die Sportbootschleuse erreicht. Hinter der
Schleuse folgt man der Havel weiter und erreicht nach einigen Kilometern
den Breitlingsee. Hier rudert man rechts vorbei an den Inseln Buhnenwerder und Wustrau und erblickt
schließlich hinter einer Landzunge zur Rechten eine Brücke, hinter der gleich auf der rechten Seite
der Ruderclub Plaue liegt (Km 35).
Rückfahrt: Wenn die Strecke auch zurück gerudert werden soll, empfielt es sich, am 3. Tag die gleiche
Strecke wie am 2. Tag zu rudern, am 4. Tag dann von Ketzin über den Sacrow-Paretzer-Kanal
(eine weniger interessante Strecke) über den Schlänitzsee und den Weißen See zum Jungfernsee,
von wo aus man durch die Glienicker Brücke über die Glienicker Lake wieder auf
die 'Kleinen Seen' (Griebnitzsee, Stölpchensee, Pohlesee und Kleiner Wannsee)
gelangt (27 Km). Einen kleinen Abstecher (ca. 7 Km)
kann man machen, indem man vom Weißen See aus durch die linke Brücke rudert und so über den wunderschönen Lehnitzsee auf
den Krampnitzsee zum Ort Krampnitz gelangt, von wo man über Lehnitzsee und Jungfernsee wieder zurück kommt.
Werder Umfahrt (Tagesrundtour, 51 Km)
Landschaftlich reizvolle Tour über verschiedene sehr schön gelegene und teilweise kaum
befahrene Seen westlich von Berlin, die Havel,
den Sacrow-Paretzer-Kanal, dessen Ufer durchweg bewachsen ist, und durch zwei Gräben nach
Werder, bekannt durch das jährlich stattfindende Baumblütenfest.
Vom Kleinen Wannsee ausgehend rudert man durch die Wannseebrücke und über
den Großen Wannsee an
dem Haus der Wannseekonferenz vorbei immer am linken Ufer entlang. Hinter dem Großen Tiefehorn passiert
man die rechts liegende kleine Insel Kälberwerder und die Pfaueninsel und rudert die Havel weiter stromab.
Direkt hinter der Pfaueninsel liegt links das Blockhaus Nikolskoe und die Kirche St. Peter und Paul.
Am Krughorn sieht man schon links die Glienicker Brücke liegen (rechts liegt die Sakrower Heilandskirche),
wechselt jetzt aber auf die rechte
Uferseite und folgt dem Jungfernsee
in Richtung nordwest. Am Ende des Jungfernsees rudert man links
in den Sacrow-Paretzer Kanal und folgt diesem über den Weißen See, vorbei am Fahrländer See, der
für Boote gesperrt ist, bis zum Schlänitzsee. Hier rudert man links die für Motorboote gesperrte
Wüblitz entlang bis zum Großen Zernsee, wo man wieder auf die Havel trifft. Hinter der
Eisenbahnbrücke erreicht man die Ortschaft Werder (Km 28), deren Altstadt auf einer Insel liegt (Werder=Insel).
Am Ostufer ist ein Ruderclub (RC Werder), wo die Boote für eine Mittagspause gelagert werden können. Einige
Meter in Richtung Süden findet man eine Fischräucherei. Von Werder aus rudert man die Havel weiter
stromauf (einige Kilometer südlich von Werder bietet sich die Möglichkeit, noch einen Abstecher auf den sehr
schönen Glindower See zu machen, den man
hinter einer am Westufer gelegenen Brücke erreicht) an dem Ort Geltow vorbei durch die Baumgartenbrücke hindurch und befindet sich nun auf
dem Schwielowsee.
Auf etwa halber Strecke zwischen der Baumgartenbrücke und der Eisenbahnbrücke
bei Caputh befindet sich am linken Ufer im Schilf schwer zu finden die Einfahrt zum Wentowgraben,
einem Graben, der halb rudernd, halb paddelnd (Paddelhaken mitnehmen!) durchquert wird und in den
Petzinsee mündet (alternativ kann man auch durch die Eisenbahnbrücke bei Caputh
und das Caputher Gemünde auf den Templiner See
gelangen). Durch eine Brücke gelangt man am Ende des Sees auf den Templiner See, dem man ostwärts
folgt, an dem mit Bäumen bewachsenen Bahndamm vorbei durch eine weitere Brücke. Nun erreicht man die
Insel Hermannswerder, an der man rechts (alternativ auch links) vorbeirudert und links von dem
Segelhafen einen weiteren Graben, den Judengraben, findet, der anfangs noch durchrudert werden kann,
später wird auch hier ein Paddelhaken benötigt. Mittlerweile befindet man sich in Potsdam und rudert
hinter der nächsten Brücke links durch die Alte Fahrt, die für Motorboote gesperrt ist, über den
Tiefen See, bis man wieder links die Glienicker Brücke liegen sieht. Hier folgt man nun dem Schild
'Teltowkanal' nach rechts durch den Telwotkanal vorbei an dem Jagdschloß Glienicke
und dem Schloß Babelsberg und über den Griebnitzsee, an dessen Ende man
nicht rechts dem Teltowkanal folgt, sondern links durch einen kleinen Kanal den Stölpchensee und
durch einen weiteren Kanal den Pohlesee erreicht, der wiederum in den Kleinen Wannsee übergeht,
an dessen Ende der Ausgangspunkt der Tour liegt.
Tegeler See (Tagestour, 48 Km)
Die Havel nordwärts, durch die Spandauer Hafengegend und auf den Tegeler See, Abstecher nach Klein-Venedig
möglich.
Vom Kleinen Wannsee aus rudert man durch die Wannseebrücke auf den Großen Wannsee und vorbei am
Strandbad Wannsee bis zu einem Segelhafen, hinter dem sich das 'Nadelöhr' befindet, eine schmale
Durchfahrt zwischen der Insel Schwanenwerder und dem Festland, der mit Schwung und 'Skull lang' durchquert
wird. Weiter am westlichen Havelufer führt die Tour vorbei an der Insel Lindwerder zur Rechten und dem
Grunewaldturm bis zu der Landzunge Schildhorn. Der kürzere Weg führt nun durch den durch Leuchtfeuer
gekennzeichneten Kanal über den Pichelsee und weiter durch die Spandauer Hafengegend; die Alternative (ca. 1 - 2 Km mehr)
führt über den Stößensee (rechts), vorbei an dem Schiffsrestaurant 'Alte Liebe' und durch die
Stößenseebrücke
zu den Kanälen von Klein-Venedig, durch die man den Südhafen erreicht
(s. auch Tour Klein-Venedig; Paddelhaken
erforderlich). Weiter geht es durch das Hafengebiet, vorbei am Rathaus Spandau, bis man links abzweigt
(rechts sieht man das Kraftwerk Reuter liegen). Hinter einer Brücke erreicht man die Spandauer Schleuse.
Diese Schleuse ist zur Zeit außer Betrieb, die Boote können über einen etwa 350m langen Weg umgetragen werden. Weitere Informationen
zur Schleuse gibt es auf der Info-Seite. Hinter der
Schleuse rudert man durch die große Eiswerderbrücke, die die rechts liegende Insel Eiswerder mit dem
Festland verbindet, vorbei an der Insel Kleines Wall, danach rechts vorbei am Großen Wall auf den Tegeler
See, der zuerst noch von vielen Inseln verbaut ist. Hier rudert man rechts vorbei an den Inseln Maienwerder,
Baumwerder und Scharfenberg, zur Rechten liegt gegenüber von Scharfenberg die Insel Reiswerder.
Nun kommt zur Linken die kleine Insel Lindwerder und Hasselwerder. Am Ufer geradezu befindet sich
nun die Dampferanlegestelle im Tegeler See. Auf dem Rückweg rudert man am anderen Seeufer rechts
vorbei an den Inseln Hasselwerder, Lindwerder, Scharfenberg und Valentinswerder und Großes Wall, ab dort
Rückweg wie Hinweg.
Caputh (Tagestour, 38 Km)
Wie Hermannswerder Umfahrt, dann aber über den schönen Templiner See
zur Ortschaft Caputh und durch einen kleinen Graben.
Beginn der Tour identisch mit Tour Hermannswerder. Hinter Hermannswerder rudert man über den
Templiner See bis zu der am
Südende des Sees gelegenen Ortschaft Caputh, wo man eine schöne Pause
einlegen kann. Hinter Caputh rudert man dann durch einen kurzen Kanal, das Caputher Gemünde, und gelangt so auf den
Schwielowsee. Hier hält man sich am rechten Ufer und findet etwa 1 Km von der Eisenbahnbrücke
in Caputh entfernt (auf halbem Weg zwischen Eisenbahnbrücke und Baumgartenbrücke) am rechten Ufer
im Schilf versteckt einen kleinen Graben, den Wentowgraben, der einen zum Petzinsee bringt (Paddelhaken
nötig). Am Ende des Petzinsees gelangt man durch eine Brücke wieder auf den Templiner See, über
den man wieder nach Potsdam kommt. Rückfahrt siehe Tour Hermannswerder.
Krampnitz (Halbtagestour, 30 Km)
Über die 'Kleine Umfahrt' und den Jungfernsee zu dem sehr schön gelegenen und am Ufer kaum bebauten
Lehnitzsee und Krampnitzsee.
Vom Kleinen Wannsee aus rudert man über den Pohlesee,
den Stölpchensee und den Griebnitzsee bis
zur Glienicker Lake mit Blick auf das Schloß Babelsberg (links) und Jagdschloß Glienicke
(rechts). Von dort aus durchquert man die Glienicker Brücke
und folgt dem links sich erstreckenden Jungfernsee in Richtung Norden. Noch bevor sich der Jungfernsee das erste Mal verengt (etwa auf der
Hälfte zwischen Glienicker Brücke und Engstelle) durchrudert man die Sichtachse zwischen Schlößchen auf der Pfaueninsel rechts und Neuen Gärten links -
Hinter der links liegenden Einfahrt zum
Sacrow-Paretzer Kanal rudert man an einer kleiner Insel vorbei, hält sich rechts und erreicht so
den Lehnitzsee, an den sich dann der Krampnitzsee anschließt, an dessen Ende die Ortschaft Krampnitz
liegt. Rückweg wie Hinweg über den Lehnitzsee und Jungfernsee. Kurz hinter dem Lehnitzsee kann man
auch einen kleinen Abstecher machen, indem man nicht links an der Insel vorbei zum Jungfernsee rudert,
sondert geradeaus durch die Brücke und so zum Weißen See gelangt, wo man sich links hält und durch
den Sacrow-Paretzer Kanal wieder zum Jungfernsee
gelangt (1 Km zusätzlich). Am Ende des Jungfernsees
hält man sich links, rudert am Krughorn, der Moorlake (links die Sakrower Heilandskirche)
und rechts an der Pfaueninsel vorbei
(alternativ auch links; 1 Km zusätzlich), wo man Nikolskoe liegen sieht und erreicht
über den Großen Wannsee wieder den Ausgangspunkt.
Klein-Venedig (Halbtagestour, 27 Km)
Über die Havel in Richtung Norden und durch einem Teil Berlins, der mit Kanälen bzw. Gräben durchzogen ist
und daher den Namen 'Klein-Venedig' trägt.
Für diese Tour sollten Paddelhaken mitgenommen werden. Mit einem Achter ist diese Tour unmöglich, da
die Gräben dafür zu eng sind, Vierer und Zweier sollten mit einem guten Steuermann keine Probleme haben.
Eine genaue Karte von Klein-Venedig sollte auch mitgenommen werden.
Vom Kleinen Wannsee aus rudert man durch die Wannseebrücke auf den Großen Wannsee und folgt der
Havel, vorbei an der Dampferanlegestelle Wannsee und dem Strandbad Wannsee in Richtung Norden am rechten
Ufer entlang, bis man die Insel Schwanenwerder erreicht. Eine kleine Brücke verbindet diese Insel mit dem
Festland - diese Brücke ist so schmal, daß man nur mit Schwung und 'Skull lang' durch das sog. 'Nadelöhr'
gelangt. Hinter dem 'Nadelöhr' erblickt man bereits den Grunewaldturm am rechten Havelufer, in dessen
Richtung man rudert, immer am rechten Ufer, vorbei an der Insel Lindwerder (zur Rechten). Hinter der
Landzunge Schildhorn beginnt rechts der Stößensee, in dem sich auch das Schiffsrestaurant 'Alte Liebe'
befindet. Hinter einigen Ruderclubs durchquert man die imposante Stößenseebrücke und erreicht nun
am Ende des Stößensees die Gräben von Klein-Venedig. Die hier folgenden Gräben können größtenteils
durchrudert werden (häufig mit Schwung und 'Skull lang'), teilweise muß aber auch gepaddelt werden bzw. mit
'Skull lang vorwärts' gerudert werden. Ungesteuerte Boote dürften es hier ziemlich schwer
haben! Eine möglich Route durch diese Gräben wäre durch den linken Graben (Hauptgraben),
vorbei an einer Art Seeroseninsel und dem rechts liegenden, gesperrten Faulen See, und durch den Großen
Jürgengraben (der Kleine Jürgengraben ist noch enger) in den Südhafen, einem Teil der Spandauer Hafenanlage. Den Südhafen
rudert man links (Richtung Süden) und kann nun entweder links in den folgen Graben, den Kleinen Jürgengraben,
hineinrudern und durch den Hauptgraben über den Stößensee zurück, oder aber die Havel südwärts, durch
die Freybrücke und über den Pichelsee wieder vorbei an Schildhorn, dem Grunewaldturm, Lindwerder,
durch das 'Nadelöhr' und über den Großen Wannsee zum Ausgangspunkt.
Hermannswerder Umfahrt/Potsdam (Halbtagestour, 26 Km)
Über die 'Kleinen Seen', teilweise mit schönen Villen am Ufer, und durch das vom Wasser aus weniger reizvolle Potsdam
um die Insel Hermannswerder herum und durch einen engen Graben zurück.
Vom Kleinen Wannsee aus rudert man über die 'Kleinen Seen', den
Pohlesee, den Stölpchensee und den
Griebnitzsee, die teilweise durch kurze Kanäle miteinander verbunden sind, bis zur Glienicker Lake mit
Blick auf das Schloß Babelsberg (links) und Jagdschloß Glienicke (rechts).
Hier zweigt man links ab und gelangt über den Tiefen See nach Potsdam. Hinter der Humboldbrücke hält
man sich rechts, rudert durch die Alte Fahrt vorbei an der Freundschaftsinsel und erreicht nun
die Insel Hermannswerder, die man zur Linken liegen läßt und erst zwei kleinere Inseln, die Untere
und Obere Planitz, passiert. Am Südwestende von Hermannswerder kann man nun einen Abstecher zum 'Seekrug',
einem Restaurant auf dem Gelände der Potsdamer RG, machen, welches kurz vor dem Bahndamm mit der Brücke
am rechten Ufer liegt (2 Km zusätzlich), oder gleich der Insel links folgen. So findet man links
neben dem Segelhafen am Ende der Bucht zwischen Hermannswerder und Festland (Hinterkappe) den Judengraben, der anfangs zum Rudern noch breit genug
ist, zum Ende hin aber etwas schmaler wird (teilweise auch durch im Graben liegende Boote verengt)
und den Einsatz eines Paddelhakens erfordert. Der Rückweg ist wieder wie der Hinweg - durch die Alte
Fahrt, über den Tiefen See, die Glienicker Lake und zurück über die 'Kleinen Seen' bis zum
Kleinen Wannsee. Alternativ kann man auch die 'Kleine Umfahrt' vollenden und stattdessen
von der Glienicker Lake aus links durch die Glienicker Brücke rudern und sich nun immer am rechten Ufer halten,
vorbei an der Pfaueninsel, bis man
über den Großen Wannsee schließlich wieder zum Ausgangspunkt gelangt (2 Km zusätzlich).
Kleine Umfahrt (Spaziertour, 16 Km)
Die kleine 2-Stunden-Tour: Diese kurze und schöne Tour führt einmal um die 'Wannsee-Insel' herum.
Ausgehend vom Kleinen Wannsee rudert man über die 'Kleinen Seen',
zuerst über den Pohlesee, der sich direkt an den
Kleinen Wannsee anschließt, dann durch einen kurzen Kanal zum Stölpchensee,
dem schönsten der vier 'Kleinen Seen' und
anschließend durch einen weiteren kurzen Kanal zum Griebnitzsee, auf dessen Mitte früher die Grenze zwischen West-Berlin
und der DDR verlief. Am Anfang des Griebnitzsees zweigt nach links der Teltowkanal ab, man folgt aber dem See weiter um eine
Biegung bis zum Ende und erreicht durch ein kurzes Kanalstück (Teil des Teltowkanals) die Glienicker Lake. Hier sieht man links
das Schloß Babelsberg liegen, um die Ecke erblickt man links Potsdam.
Geradeaus durchrudert man die Glienicker Brücke und hält
sich immer rechts am Schilfgürtel, in dem man viele Reiher entdecken kann,
vorbei an dem Schloß Klein-Glienicke
(rechts) und der Sakrower Heilandskirche (links). Jetzt erblickt man bereits die Pfaueninsel,
die man links liegen läßt. Am Großen Tiefehorn geht es scharf rechts (hier kommt oft Gegenwind auf), links sieht man schon den
Grunewaldturm und das Standbad Wannsee liegen.
Über den Großen Wannsee erreicht man nun, vorbei an der Dampferanlegestelle Wannsee
durch die Wannseebrücke wieder den Ausgangspunkt, den Kleinen Wannsee.
Eine historische Beschreibung dieser Tour kann im Astoria-Spiegel
(Teil 1,
Teil 2) nachgelesen werden.
Bei Fragen zu den einzelnen Fahrten, Anmerkungen oder Ergänzungen, schickt uns einfach eine email
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Informationen zum Rudern in und um Berlin